Potsdamer Neueste Nachrichten 30.05.08

 

Teltow investiert in Stahnsdorf Regionale Skaterbahn soll endlich gebaut werden

Teltow - Teltow wird sich am Bau der regionalen Skaterbahn beteiligen, die in Stahnsdorf entstehen soll. Einstimmig empfahl der Finanzausschuss in seiner Sitzung am Mittwoch eine kommunale Vereinbarung, in der sich Teltow verpflichtet, 123 000 Euro für die Baukosten bereitzustellen. Damit trägt die Stadt einen Anteil am Vorhaben von 30 Prozent. Den gleichen Anteil wird Kleinmachnow tragen, während Stahnsdorf 40 Prozent zu den Kosten von insgesamt 410 000 Euro beiträgt.

Die rund 1200 Quadratmeter große Anlage mit Fertigbetonelementen können neben Skatern auch Inlinefahrer und BMX-Radler nutzen. Das Projekt war bereits in der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft „Der Teltow“ (KAT) vorgestellt worden. Zuvor waren ähnliche Projekte in Teltow und Kleinmachnow gescheitert, da keine geeigneten Flächen zu finden waren. Vor allem die befürchtete Lärmbelästigung war ein Grund zur Ablehnung. Auch in der KAT gab es Skeptiker, von denen einige mutmaßten, dass die Nutzerzahl nicht groß sein werde. Stahnsdorfs Bürgermeister Gerhard Enser (CDU) hielt seinerzeit dagegen: „Wir müssen auch den Jugendlichen einen Ort schaffen, wo sie ihren Bewegungsdrang ausleben können.“

Nach wie vor gibt es Skepsis, die sich im Finanzausschuss vor allem auf die Folgekosten bezog. Doch der Erste Beigeordnete Thomas Koriath konnte da beruhigen, da für die Anlage kein großer Wartungsaufwand nötig sei. Grünschnitt und Abfallbeseitigung wird der Stahnsdorfer Wirtschaftshof übernehmen. An Betriebskosten werden auf Teltow jährlich rund 500 Euro zukommen. Das sind ein Drittel der Betriebskosten, die sich alle drei Kommunen teilen wollen. „Wenn es in dieser Größenordnung bleibt, haben wir kein Problem damit“, meinte CDU/Grünen-Fraktionschef Erhard Wigand.

Koriath geht davon aus, dass bei Zustimmung aller drei Kommunen zum Vertragspapier noch in diesem Sommer die Ausschreibungen der Bauleistungen erfolgen kann. KiG