MAZ 22.04.09

 

wasserstrassen: Ausbaugegner wittern Morgenluft

KLEINMACHNOW - Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) sieht im Bau von Rad- und Fußwegen an beiden Seiten des Teltowkanals ein Signal für den Verzicht auf den ursprünglich geplanten Ausbau der Wasserstraße für Großschubverbände. „Das ist ein Sieg der Vernunft“, sagte BUND-Sprecher Winfried Lücking gestern zur MAZ. Das Bundesverkehrsministerium mache nun „endlich den Weg frei, die Lebens- und Freizeitqualität entlang des Teltowkanals zu steigern“.

 

Ausbaustopp für Teltowkanal

Wie berichtet, hatte die Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Karin Roth, am Montag finanzielle Unterstützung für den Bau von Rad- und Fußwegen am Kanal zugesagt. Die Kosten für die zehn Kilometer lange Strecke belaufen sich auf rund 3,6 Millionen Euro, von denen der Bund 75 Prozent übernimmt. Roth hatte außerdem gesagt, dass mit diesem Förderbeschluss der Ausbau des Kanals „endgültig vom Tisch“ sei. Laut BUND-Sprecher Lücking hat bereits der Haushaltsausschuss des Bundestags im Jahr 2001 einen Ausbaustopp des Teltowkanals im Rahmen des Verkehrsprojekts 17 verhängt. „Dies ist nun auch vom Bundesverkehrsministerium nachträglich abgesegnet worden.“

 

 

Behm: „Schleusen-Pläne zu den Akten legen“

Lücking forderte außerdem, „den geplanten Neubau der Kleinmachnower Schleuse mit einer Kammerlänge von 190 Metern“ jetzt zu stoppen. Dieses Projekt sei „unsinnig und naturzerstörend“ und werde von einer Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt. Auch die Bundestagsabgeordnete Cornelia Behm (Grüne) verlangt die Aufgabe der Schleusen-Pläne. „Die Bundesregierung sollte jetzt konsequent sein und dieses Projekt zu den Akten legen“. sti